Das Schlagwort „Books in Browsers“ macht in der eBook-Welt bereits seit einigen Jahren die Runde: eBook-Content direkt im Browser zu lesen, liegt natürlich schon insofern nahe, als EPUB letztlich auch nur ein Container-Format für Content in HTML und CSS ist. Das machen schon Browser-Plugins wie EPUBReader und Readium deutlich, mit denen EPUB-Dateien in Browsern wie Firefox oder Chrome gelesen werden können. Anwendungen für Bücher im Browser setzen dieses Modell noch konsequenter um, verzichten gänzlich auf einen eigenen EPUB-Reader und stellen die Inhalte ausschließlich über eine serverbasierte Web-Applikation zur Verfügung.
In den letzten Monaten hat das Thema weiter an Fahrt gewonnen: Das IPDF als Standardisierungs-Organisation für EPUB und das W3C als Schirmherr über die Web-Technologien haben ihren Zusammenschluss verkündet und treiben die Diskussion über Bücher im Browser an. Schon seit einigen Jahren gibt es spannende Fallbeispiele für browserbasierte Buch-Umsetzungen, sowohl international als auch in Deutschland. Zeit für einen Rück- und Vorausblick: Welche Möglichkeiten bieten browserbasierte Anwendungen? Was lässt sich von bisherigen Fallbeispielen lernen? Wo liegen die Herausforderungen? Und was wird jetzt eigentlich aus den eReadern?


Ganz aktuell ist diese Woche die Ausgabe 5/2017 von Steffen Meiers