Bücher im Browser: Abschied von den Content-Silos?

teaserSchon seit längerer Zeit beobachte ich mit großem Interesse die Diskussionen und Pilotprojekte rund um das Thema “Books in browsers” – denn eine webbasierte Alternative zu eBook-Containerformaten wie EPUB zu entwickeln, scheint mir einer der besseren Ansätze zu sein, die vielfältigen Probleme im digitalen Lesen zu lösen. Aktuell kommt in dieses Thema einige Bewegung: Durch die lange diskutierte und kürzliche realisierte Fusion von IDPF und W3C ist der Weg frei für eine schnellere und professionellere Entwicklung von Technologie-Standards für das digitale Lesen. Mit dem “Web Publications for the Open Web Platform”-Konzept haben die Diskussionen der zwei Organisationen schon ein erstes Ergebnis hervorgebracht, das eine ausführlichere Lektüre lohnt. Und selbst ein traditionell eher W3C-feindlicher Konzern wie Microsoft kündigt zur großen Überraschung der eBook-Community an, in der nächsten Version seines Edge-Browsers native EPUB-Unterstützung einzuführen. Aufgrund der aktuellen Entwicklungen gebe ich zusammen mit Felix Sasaki vom W3C im Januar ein Webinar beim Buchreport, das ich Ihnen bei Interesse am Thema herzlich empfehlen möchte. Begleitend dazu ist heute zum selben Thema auch ein Interview im Buchreport erschienen, in dem ich die Hintergründe der Entwicklung und meine Einschätzung aus Sicht der Verlagsbranche zusammenfasse. Viel Spaß bei der Lektüre!

Digital Publishing Trends 2016

teaser-picHerbstzeit ist Buchmesse-Zeit – und zu jeder Buchmesse gehört die Trend-Schau. Und natürlich spielen Bücher dabei erst einmal die Hauptrolle – aber die Zukunft verlangt nach einem Blick auf die digitale Welt. Wie bereits im letzten Jahr haben Harald Henzler von smart digits und ich für einen Vortrag bei unserem Partner SilkCode die Publishing-Trends des Jahres ausgewählt – die aus unserer Sicht zentralen Entwicklungen im mobilen Publizieren für 2016. Damit die Erkenntnisse nicht auf der Messe bleiben, haben wir die Inhalte zusätzlich in zwei Artikeln veröffentlicht, die ich Ihnen herzlich zur Lektüre empfehlen möchte: Im ersten Teil der Digital Publishing Trends 2016 geht es um Marketing-Optimierung im eBook-Markt, Mobile-Apps als Integrationsplattformen, Blended Learning, Augmented Reality & Virtual Reality sowie Content im Internet of Things. Der zweite Teil behandelt Sichtbarkeit als Währung der Netzökonomie, Metadaten im digitalen Vertrieb, Cognitive computing sowie die Blockchain-Technologie. Viel Spaß bei der Lektüre!

Agile Produktentwicklung: Digitale Projekte mit agilen Methoden schneller und besser umsetzen

Verlage und andere klassische Medienunternehmen haben häufig große Schwierigkeiten, Produkte unter den Bedingungen des digitalen Wandels zu entwickeln. Agile Methoden wie Scrum, Kanban und Co., die ich schon in zahlreichen Projekten schätzen lernen durfte, können dabei helfen, um sich an die neuen Markterfordernisse anzupassen. Denn durch die Kombination aus Kundenorientierung und Entwicklungsdynamik, die in den Methoden angelegt ist, können auch für noch weitgehend unbekannte Märkte Produkte schneller und besser umgesetzt werden.

Ende September halte ich deswegen an der Leipzig School of Media den Kurs “Agile Produktentwicklung”, in dem die gängigsten agilen Konzepte nicht nur theoretisch und mit dem notwendigen Methoden-Gerüst gelehrt, sondern auch praktisch anhand prototypischer Projektentwürfe durchgespielt werden. Anlässlich des Kurses habe ich dort auch ein kleines Interview gegeben, in dem ich wichtigsten Eckpunkte der agilen Produktentwicklung aus meiner Sicht beschrieben habe – bei Interesse lesen Sie insofern gerne hier weiter.

Siri für alle, Abos im Appstore: News aus dem Apple-Ökosystem

teaserLetzte Woche fand in San Francisco mit der WWDC die jährliche Entwicklerkonferenz von Apple statt. Stets werden dort die aktuellen Neuigkeiten aus der Produktwelt vorgestellt und die Weichen für das nächste Jahr der Software-Entwicklung gestellt. Was erwartet Nutzer und Kunden des Apple-Ökosystems mit den nächsten Versionen von iOS und macOS? Auf welche Innovationen können sich App-Entwickler und Content-Anbieter einstellen? Lesen Sie dazu meinen Überblicks-Artikel mit allen Trends und News von der WWDC auf meiner Partnerplattform smart digits.

Die grenzenlose Welt des digitalen Lesens: 6 Thesen

Anfang April hatte ich das große Vergnügen, bei den Freunden vom astikos Verlag auf ihrem Verlagsevent #astiday einen Vortrag zum Thema “Die grenzenlose Welt des digitalen Lesens” zu halten. Mit einem Überblick über die aktuelle Entwicklung der Digitalmedien, die vielfältigen Herausforderungen im digitalen Publizieren und einem Blick in die Zukunft habe ich darin eine Art Rundumschlag über den Status Quo versucht. Nachdem hier einige Überlegungen gesammelt sind, die mich schon längere Zeit begleiten, möchte ich die Gelegenheit für eine Zuspitzung meiner aktuellen Sicht auf das digitale Lesen und Verlegen nutzen:

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dpc on the road: Blended Learning in Indien

Zum zweiten Mal habe ich dieses Jahr zusammen mit Harald Henzler von smart digits die Gelegenheit, ein umfangreiches Seminarprojekt in Indien zu realisieren: Im Auftrag des Goethe-Instituts und in Zusammenarbeit mit der Akademie der Deutschen Medien sowie dem National Book Trust of India verstalten wir in Kolkata einen sechsmonatigen Kurs zum Digitalen Publizieren für indische Verlagsleute, der nach dem innovativen “Blended Learning”-Modell organisiert ist. Und natürlich ist so ein Projekt immer auch ein Blick über den Tellerrand, bei dem man als Dozent mindestens so viel lernt wie die Teilnehmer.

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EPUB-Praxis: Default Stylesheets, der unsichtbare Gegner beim EPUB-Layout

Welcher eBook-Produktioner kennt die Situation nicht? Man hat sich ausführlich Gedanken über sein EPUB-Layout gemacht, strukturiertes HTML erstellt, ein sauberes CSS nach allen Regeln der Kunst erstellt – aber der eBook-Reader stellt die Inhalte einfach nicht so dar, wie man das gerne hätte. Neben echten Fehlern in den EPUB-Render-Engines kann ein Grund dafür sein, dass man sich gerade an einem Default-Stylesheet eines Readers abmüht. Eine Einführung für Produktioner, die gerne wissen möchten, gegen was sie da eigentlich arbeiten:

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Bildungsmedien und Enterprise-Apps mobil nutzen: Das bringt iOS 9.3

Nach mehreren Verschiebungen ist mittlerweile das nächste große Apple-Event für Ende März angekündigt: Und wie immer ist zu erwarten, dass die Führungsriege das Feuerwerk der Produkt-News abbrennt – unter anderem sind neue Versionen von iPhone, iPad und Apple Watch in der Pipeline. Bereits weitgehend gesichert ist aber auch eine neue iOS-Version. Wie immer bei den Sub-Versionen von iOS sind keine revolutionären Neuerungen zu erwarten, aber auf einige Details dürfen Anbieter von Unternehmens-Anwendungen und Bildungsmedien besonders gespannt sein. Die Features von iOS 9.3 im Überblick und eine Bewertung aus der Sicht von Verlagen und Medienhäusern finden Sie hier in einem Beitrag bei smart digits.

EPUB aus Google Docs erstellen: Was kann der eBook-Export?

teaser Wie der Entwicklerblog von Google aktuell meldet, können nach dem jüngsten Update der Web-Anwendung EPUB-Dateien auch direkt aus Google Docs heraus erzeugt werden. Grundsätzlich ist das natürlich eine tolle Sache, doch wie immer bei derartigen Meldungen ist Vorsicht geboten, ob das Tool am Ende wirklich hält, was das Marketing verspricht. Wir erinnern uns dazu zum Beispiel an Liberio, das vor zwei Jahren mit hohen Erwartungen gestartet und recht schnell wieder eingestellt wurde. Daneben ist aber beim EPUB-Export als Funktion vor allem relevant, wie gut das Ergebnis ist und wieviel Nacharbeit erforderlich ist. Ich habe mir deswegen den Export anhand einer Testdatei angesehen und auf Tauglichkeit für die Produktion bewertet:

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Datengetriebenes Publizieren: Aktuelle Technologie-Trends für Fachinhalte nutzen

Vor 15 Jahren gehörten die großen Fachverlage durch die Digitalisierung ihrer Produkte und die Entwicklung der ersten Content-basierten Online-Datenbanken aus Loseblatt-Inhalten zu den Vorreitern für webbasierte Produkt- und Angebotsmodelle in der Verlagsbranche. Doch mittlerweile ist es Zeit, den nächsten Schritt zu machen: Die Fachverlage sitzen vielfach auf “ungehobenen Schätzen” von Content-Beständen, die zwar technisch exzellent digital aufbereitet sind, aber in den Content-Silos proprietärer Online-Anwendungen eingeschlossen bleiben.

Wie können Fachverlage aktuelle Technologie-Trends wie Content-SEO, Responsive Design oder Big Data nutzen, um auf Basis ihres Bestands-Content neue Geschäftsmodelle zu entwickeln und so ihre Wertschöpfung zu erhöhen? Darüber spreche ich in einem Vortrag auf dem 5. Branchenforum Loseblattwerke am 23. Februar 2016 bei der Akademie der Deutschen Medien. Dazu habe ich mich mit Moderator Ehrhardt Heinold über die Chancen des datengetriebenen Publizierens unterhalten – lesen Sie dazu das daraus entstandene Interview im Newsletter von Heinold, Spiller und Partner. Wenn Sie Lust auf mehr bekommen haben, dann würde ich mich freuen, Sie nächste Woche in München bei der Medienakademie zu sehen!